Samstag, 9. Juni 2018

Tour de Suisse Challenge Frauenfeld

Es ist einfach immer etwas ganz Besonderes, auf heimischem Boden einen Wettkampf zu bestreiten, ganz egal ob als Leichtathletin, Triathletin oder neuerdings als Velofahrerin. Heute Morgen stand das Einzelzeitfahren für uns Hobbyathleten auf dem Programm, bevor dann nachmittags die Cracks im Mannschaftszeitfahren - minim schneller als ich - über den Asphalt bretterten.

Die Strecke von gut 18 km, nett coupiert mit zwei knackigen Anstiegen, welche die Beine öfter auch im Training brennen lassen, kenne ich aus dem Effeff, wodurch die Fahrt allerdings unterm Strich dann nicht wirklich angenehmer wird. Zeitfahren ist und bleibt brutal hart, Leben am Limit sozusagen. Aber das Gefühl, nach dem Countdown von der Rampe zu rollen, zu versuchen, den Puls nicht schon auf den ersten 100 Metern in den dunkelroten Bereich schnellen zu lassen, den Atem irgendwie möglichst lange zu kontrollieren, seinen Rhythmus zu finden, sämtliche Fasern im Körper zu spüren, die Muskeln einfach ihre Arbeit machen lassen, rund zu treten und dabei mit der Rakete unterm Hintern zu einer Einheit zu verschmelzen, das ist einfach unglaublich berauschend! Und wenn dazu dann noch eine komplett gesperrte Strecke kommt, dann ist das einfach phänomenal geil!!!

Ich genoss während den gesamten 30 Minuten den Fight gegen mich selber, war bereit wirklich alles zu geben, litt auf den letzten 4 Kilometern unglaublich und plumpste drum dann hinterm Zielstrich nur mässig elegant vom Hobel. Ich war extrem zufrieden mit der ganzen Fahrt und hätte unmöglich noch mehr aus mir rausholen können. Trotz diesem Effort wurde ich dann aber letztlich nur Vierte, da der Veranstalter zwecks Förderung des Damenrennsports die Crème de la Crème der Schweizer Radsportszene eingeladen hatte und sich eben diese durchaus sympathischen Damen leider auch bereits in fortschreitendem Alter, also in meiner Kategorie, befinden... Unsere Altersklasse war dann auch mit Abstand die schnellste, eine mir unbekannte schnelle Schwedin mischte ebenfalls noch mit, und so ging ich dann halt leer aus, also zumindest gab’s keinen Blumenstrauss und kein Bier. Also irgendwie ja dann doch, denn Don Carbone mischte schön mit den Herren mit und durfte bei den Masters III aufs Treppchen. 
;-)

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